Zeichenschritte und passende Werkzeuge

Einzelne Zeichenschritte mit Empfehlungen für passende Zeichenwerkzeuge

Da wir nun die Zeichenwerkzeuge kennengelernt haben, geht es nun um das Verständnis dafür, welche Werkzeuge du für welchen Zeichenschritt benötigen wirst. Verschaffen wir uns also eine Übersicht über die einzelnen Zeichenschritte. Nicht alle davon sind für die Erstellung einer Zeichnung zwingend. Die Übersicht hilft jedoch Anfängern dabei sich besser in die Welt des Zeichnens einzuarbeiten. Hast du erst etwas Übung, wirst du mit Leichtigkeit die einzelnen Schritte bei der Bilderstellung überspringen können.

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Die Zeichenschritte

Zeichenschritte

Die einzelnen Zeichenschritte bestehen typischerweise aus einer Grobskizze und einer darauf folgenden Feinskizze. Die Detailzeichnung und die darauf folgende Kolorierung können in unterschiedlichen Stilrichtungen durchgeführt werden. Die Digitalisierung sorgt dann für die entsprechende digitale Verarbeitung deiner Zeichnung.

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Grobskizze

Die Grobskizze wird meist genutzt, um eine Szene, eine Körperposition oder eine Perspektive zu entwerfen. Dabei probiert man eine Szene in mehreren Perspektiven aus und wählt dann die für die Zeichnung passende aus. Wenn es dann um Charaktere geht, die mit in der Szene verbaut werden sollen, dann werden in mehreren Grobskizzen ihre Körperpositionen ausgetestet. Dabei zeichnet man die Personen z.B. zunächst in Form von Skeletten (hier ist mit Skelett der Basisentwurf für den Körper gemeint, auf den wir später im Detail eingehen werden). Mit der Grobskizze wandelst du also zunächst deine Idee oder Vorstellung in ein grobes Bild um.

Zeichenwerkzeuge für Grobskizzen

Die zu diesem Schritt passenden Werkzeuge sind Bleistifte und Radiergummis. Man kann natürlich eine Grobskizze auch mit allem erstellen, das einen Strich auf einem Blatt Papier hinterlässt, sei es ein Kugelschreiber oder ein Fineliner.

Hier sind einige Beispiele für eine Grobskizze:

Feinskizze

Eine Feinskizze kann eine Grobskizze als Basis haben, was jedoch keine Voraussetzung ist. Besonders geübte Zeichner gehen sehr schnell dazu über, die Grobskizzen zu überspringen, da sie ihre Ideen durch die jahrelange Übung sehr schnell in detaillierte Skizzen oder Zeichnungen umwandeln können. Grundsätzlich wird aber in dieser Skizze das Bild im Detail entworfen. Dabei versucht man typischerweise alle Details der Szene und der Charaktere festzuhalten und probiert bereits die ersten Schattierungen aus. Die Detaillierung der Gebäude oder einzelner Körperpartien der Charaktere gehören hier natürlich auch dazu.

Zeichenwerkzeuge für Feinskizzen

Das für eine Feinskizze definitiv am besten geeignete Zeichenwerkzeug ist wohl der Bleistift. Erstellt man diese digital, dann ist es immer das Tablet. Natürlich kommt auch hier der Radiergummi an der einen oder anderen Stelle auch zum Einsatz. Geübte Zeichner werden aber immer weniger radieren müssen.

Hier sind einige Beispiele für eine Grobskizze:

Detailzeichnung

Unter einer Detailzeichnung kann man natürlich verschiedene Zeichnungsarten zusammenfassen. Wir werden diese aber für unsere Zwecke in ein paar Kategorien eingrenzen, und damit sehr übersichtlich halten.

Die erste Kategorie ist eine weiter ausdetaillierte Bleistiftzeichnung. Hier würden wir diese aber doch auf das Verwenden von verschiedenen Bleistiftstärken oder z.B. Kohle eingrenzen. Damit erzeugst du dann z.B. eine detaillierte Bleistiftzeichnung oder malst gar ein großes Bild mit Kohle und Kreide. 

Die zweite Kategorie wäre bei uns das Nachzeichnen der Feinskizze mit Tusche oder Finelinern. Diese Detaillierung verwendet man im Bereich der Comics oder Mangas.

Zeichenwerkzeuge für Detailzeichnungen

Die richtigen Zeichen-Werkzeuge sind also hier z.B. Bleistifte mit unterschiedlichen Strichstärken. Dadurch kann man weitaus stärkere Kontraste bei den Schattierungen setzen. Kohle würden wir dir für den Anfang nicht empfehlen. 

Für die zweite Kategorie benutzt du am besten Fineliner unterschiedlicher Stärke. Arbeite dich dabei von dünn nach dick vor. 

Auch hier ist bei einer komplett digital erstellten Zeichnung das Tablet die Wahl des Künstlers.

Hier sind einige Beispiele für eine Detailzeichnung:

Kolorierung

Die Farbe ist ein weiteres Mittel, um einer Zeichnung noch mehr Leben einzuhauchen. Die Kolorierung kann dabei entweder ein separater Teil eures Zeichnungsprozesses sein oder einfach ein Teil während der digitalen Verarbeitung. Wenn man die Kolorierung mit den üblichen Zeichenwerkzeugen durchführt, wie z.B. Buntstiften oder Markern, dann benutzt man als Basis meist eine Detailzeichnung. Man nutzt hier oft eine Fineliner-Zeichnung, um diese später mit Stiften zu kolorieren. Um etwas zu üben kannst du aber auch eine Kopie deiner Detailzeichnung verwenden. Nutze bitte dabei keine Kopie aus dem Tintenstrahldrucker, sondern aus einem Kopierer oder Laserdrucker, da deine Kolorierung sonst die Tinte verschmieren wird.

Zeichenwerkzeuge für die Kolorierung

Bei der Kolorierung verwendest du am besten die üblichen Zeichenwerkzeuge. Hier spielt deine Vorliebe für die einzelnen Werkzeuge eine große Rolle. Nimm Buntstifte, Pinsel mit Aquarelle- oder Wasser-Farben oder Marker. Die Wahl liegt eher bei dir. Hier kannst du auch sehr gut mit verschiedenen Werkzeugen experimentieren und deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Bei einer komplett digital erstellten Zeichnung fällt die Wahl auf das Tablet.

Hier sind einige Beispiele für kolorierte Zeichnungen:

Digitalisierung

Die Digitalisierung gehört zu den modernen Zeichnenmethoden. Eine Form der Digitalisierung ist das Abfotografieren oder Einscannen deiner fertigen Skizze oder Zeichnung. Diese kannst du dann z.B. online ausstellen oder diese per E-Mail versenden. Eine weitere Form ist das Einscannen einer Zeichnung, um diese digital zu bearbeiten oder zu kolorieren. Das kann eine Skizze sein, die du dann digital nachzeichnest. Es kann aber auch eine Fineliner-Zeichnung sein, die du einscannst und digital zu einer schönen Comic-Zeichnung umwandelst. Das Endergebnis ist immer eine Zeichnung, die du in einem üblichen Bildformat (JPG oder PNG) abspeicherst, um diese dann z.B. in einer Community oder auf deiner Homepage mit anderen zu teilen.

Zeichenwerkzeuge für die Digitalisierung

Ganz wichtig bei diesem Schritt ist ein Scanner, mit dem du deine Zeichnungen digitalisierst. Hier musst du abhängig vom Scanner mit unterschiedlichen Einstellungen spielen, um das beste Ergebnis herauszubekommen. 

Für die digitale Kolorierung der Zeichnungen verwendest du am besten ein Tablet im Zusammenhang mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Hier sind einige Beispiele für kolorierte Zeichnungen:

Einige Worte zum Schluss

Die einzelnen Zeichenschritte sollen dir eine Richtung weisen und kein strikter Rahmen sein, an den du dich auf jeden Fall halten musst. Hier geht es uns lediglich darum, dir ein Gefühl für eine für dich passende Herangehensweise zu vermitteln. Für das Zeichnen existieren ja (wie du es bereits weißt) keine Regeln!

Also los und fange an deine Skizzen zu erstellen, diese zu detaillieren und zu kolorieren!

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